Täuschend echte Liebespuppe: wenn Real Dolls immer menschlicher werden!

31.03.2019 18:45

Die Arbeitskraft der Zukunft für mechanische Routinetätigkeiten – künstliche Intelligenz, die möglichst lebensecht ist und in vielen Bereichen des täglichen Lebens im Test oder schon in Betrieb ist. Eine Besonderheit sind da lebensechte Liebespuppen aus TPE oder Silikon Sexpuppen. Sie werden als Begleiter der besonderen Art getestet.

Der Mensch ist einfach gesagt ein soziales Tier. Selbst der größte Eremit wird früher oder später eine soziale Bindung eingehen. Soziale Beziehungen prägen unseren gesamten Alltag.

Wenn wir von lebensechten Sexpuppen sprechen, verwenden wir in diesem Zusammenhang oft den Begriff „menschlich“. Wir sprechen diesen Silikon Dolls eine gewisse emotionale Intelligenz zu. Dieses Thema finden wir z.B. in Filmen wie „Natural Size“.

Um nun Maschinen eine emotionale Intelligenz zuzusprechen, müssen die Entwicklungsphasen von künstlichen Intelligenzen oder Robotern bereits perfekt ausgereift und umgesetzt sein. Künstliche Intelligenz wird immer mehr ein Teil unseres Lebens werden. Maschinen und Roboter wissen, wie sie verschiedenste Daten interpretieren sollen, die ursprünglich nicht miteinander in Beziehung zu stehen scheinen.

Was ist emotionale Intelligenz?

Roboter oder lebensechte Sexpuppen mit emotionaler Intelligenz treffen Entscheidungen nicht nur auf Basis statistischer Daten, sondern können auf das Ursache-Wirkung-Prinzip reagieren. Sie können beurteilen welche Auswirkungen bestimmte  Entscheidungen auf den Menschen haben, auf Grundlage nichtstatistischer Elemente wir Freude, Trauer oder dem allgemeinen Wohlbefinden. Die Real Dolls der Zukunft werden menschlich aussehen und die Fähigkeit haben, Entscheidungen zu treffen.

Wir setzen schon jetzt Roboter und Maschinen ein, die ihre Ressourcen an statistischen und persönlichen Daten über uns einsetzen um uns z.B. im medizinischen Bereich zu unterstützen. In der Art können auch Sexpuppen für uns funktionieren. In dem Moment, indem sich eine Real Doll uns gegenüber anders verhält als anderen Menschen gegenüber sprechen wir unter Umständen von technischer Singularität. Ein Beispiel aus dem täglichen Leben wären Geräte und Maschinen, die uns Routinearbeiten wie das Einkaufen abnehmen. Dabei verfügt unser Kühlschrank über die nötige künstliche Intelligenz um Lebensmittel zu bestellen, wenn ihre Menge eine bestimmte Grenze unterschreitet. Wir weisen ihn also an, die Dinge zu ordern, die wir im Alltag benötigen und er greift auf unsere Informationen zurück.

Von Singularität sprechen wir, wenn künstliche Intelligenz in der Lage ist, sich zu replizieren und zu verbessern, ohne das wir Menschen sie dazu anzuweisen. Es ist aber töricht anzunehmen, dass die Steigerung der Leistungsfähigkeit eines Computers mit der zunehmenden Komplexität einhergeht. Nikolic, ein Forscher am Max-Planck-Institut, erklärt dies so: “ Es ist so, als ob wir sagen würden, wenn wir genug Papier und Bleistifte hätten, könnten wir alle Meisterwerke wie Dostojewski schreiben.“ Damit deutet er an, dass eine signifikante Verbesserung des System, dass ein neuronales Netzwerksystem verbindet,  zwar wie Neuronen im menschlichen Gehirn funktionieren könnte und somit schneller werden könnte, aber er bezweifelt, dass es bei künstlichen Intelligenzen zu einem exponentiellen Anstieg von Eigenantrieb kommen könnte.

Um Sexpuppen, die wir kaufen und menschlich aussehen, sowie über eine perfekte künstliche Intelligenz verfügen um auf die Wünsche von Menschen einzugehen, brauchen wir uns keine Sorgen  machen. Wenn künstliche Intelligenzen aber eine Großteil unseres intellektuellen Denkens und Handels übernehmen und damit noch bessere Arbeit leisten, übernimmt die Erfindung den Menschen, die sie einst konstruierten. Wenn wir super smarte Maschinen schaffen, mit guten Absichten, deren Ethik und Moral uns nicht schaden, die uns gehorchen, der Menschheit nicht gefährlich werden und mit Solarenergie betrieben werden, ist künstliche Intelligenz sehr hilfreich. In dem Moment der Einzigartigkeit von künstlichen Intelligenzen muss der Mensch nicht weiter denken können, nicht mehr innovativ sein, nicht mehr schaffen und studieren. Die intellektuelle Arbeit wird noch Maschinen übernommen. Nehmen wir an, dass bereits alle körperlichen Arbeiten von Robotern ausgeführt werden, zu denen wir sie programmierten, gibt es für den Menschen keine Aufgabe mehr.

Wir Menschen werden unsere Zeit mit Urlaub, Lesen, Fernsehen und Sport verbringen und unser Leben genießen. Was sich verlockend anhört, wird die künftige Gesellschaft vor große Probleme stellen. Wir werden konfrontiert sein mit Arbeitslosigkeit, Fettleibigkeit und einer existenziellen Leere. Wir können den Tag mit Videospielen verbringen, die kaum Unterschiede zum reellen Leben bieten, vielleicht beten wir auch digital zu einem Gott der uns zu Anhängern eines neuen Weges in die Zukunft macht. Ob diese Zukunft nun Wissenschaft oder Fiktion ist, hängt alleine von uns selbst ab. Wohin bringt uns der ständige Fortschritt und was definiert uns als Mensch?